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Wissen - feuer und design

Das sollten Sie wissen
(Quelle: BRUNNER | www.brunner.de)

» Wie entsteht eigentlich Wärme?
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Wie entsteht eigentlich Wärme? » nach oben
Wie entwickelt sich Wärme überhaupt mit holzbeheizten Kaminen und Kachelöfen? - Richtige und verstanden angewandte Physik ist hierzu die Lösung.

Alles beginnt mit dem „Energierfreisetzungsprozess“ oder auch volkstümlich Heizen genannt, und dem Energie beziehungsweise Heizwert von trockenem Holz, welcher mit 4 kw/h pro kg angegeben wird. In der Regel werden in den „Ofenbrennraum“ zwischen 4 kg und 10 kg Holz (16 kw/h bzw. 40 kw/h Energie) gelegt und entzündet. Nach dem Anzünden löst sich ab einer bestimmten Umgebungstemperatur der als Holzfaser feste Kohlenstoff gasförmig auf, die Umwandlung in brennbares Gas, und erzeugt somit als Flamme Wärme und Hitze. Was am Ende nach der Hauptentgasung übrig bleibt, ist das Kohlenstoffgerüst in der verbleibenden Glut, welches langsam zusammenbricht.

Doch jetzt mehr zur spannenden Praxis. Die Brennraumwärme, also die unmittelbare Abstrahlung im "Epizentrum" der Energiefreisetzung, ist ein Teil der Wärme des Kachelofens oder Kamins. Der andere große Teil der Energie steckt in den aus dem Brennraum kommenden, bis zu 800 °C heißen Heizgasen.

Indem ihnen mit unterschiedlichen "Wärmetauschersystemen" ihre Temperatur entzogen wird, können diese noch zur Verfügung stehenden Energiemengen als Wärme gewonnen werden. In metallischen Nachheizflächen werden die Rauchgase schnell gekühlt und als Warmluft für große Heizleistungen gebraucht. Eine gleichmäßige Strahlungswärme wird aufgeheizt und über Stunden hinweg abgegeben, wenn die Heizgase durch Zugkanäle einer Speichermasse geführt werden. Eine weitere Möglichkeit wäre, die Heizgase durch einen Kesselkörper führen zu lassen, der wie ein richtiger Wärmetauscher im Heizkessel arbeitet.

Die Kunst ist, dieses Wissen über die Energieerzeugung mit Holz und ihre Systemmöglichkeiten für die Bedürfnisse der Menschen und die individuellen Anforderungen ihres Heimes einzusetzen. Das vom Besitzer erhoffte Wohlbefinden, kann nur durch ein abgestimmtes Holzofensystem beim Kachelofen und Kamin erreicht werden.

Nur erfahrene Ofenbauer können durch ihr Wissen und Ihre Leidenschaft zu diesem Thema ein individuell zugeschnittenes Kachelofen –oder Kaminsystem für die jeweilige Situation entwerfen.

Wie heizt man richtig? » nach oben

Bei diesem Video wird Ihnen detailliert erklärt, wie man einen Kamin oder Kachelofen richtig beheizt.

Ihr Brennholz sollte weniger als 24% Holzfeuchte haben um Ihren Kamin oder Kachelofen perfekt heizen zu können.

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Kachelofen-Varianten » nach oben

1. Warmluftkachelofen

Brennholzlagerung
Dem Aufstellraum kann über Warmluft innerhalb kürzester Zeit viel Wärme zugeführt werden. Dieses Konzept wird in Altbauten oder in großen Räumen benutzt, also Orten wo eine hohe mittlere Heizleistung benötigt wird (> 4 kW).

Strömt die Raumluft Bei Warmluftöfen am Heizeinsatz und der metallischen Nachheizfläche entlang, erhitzt sie sich sehr schnell und wird über Warmluftgitter oder Warmluftschächte dem Wohnraum zugeführt. Da Speichermasse nur im Ofenmantel des Kachelofens verbaut ist sind die Leistungsspitzen dieses Systems hoch. Diese Version der Kachelofenanlage führt dazu, dass die Ofenanlage relativ schnell auskühlt.

  • geeignet für große bzw. hohe Räume
  • schnell viel Wärme
  • kühlt rasch aus

2. Speicherkachelofen

Über die Abstrahlung des Kachelofens erfolgt die angenehmste Form der Wärmeabgabe. Wenn eine lang anhaltende, geringe und gleichmäßige Heizleistung benötigt wird, wird das Konzept der Strahlungswärme vor allem verwendet.

Über die Ofenoberfläche wird die Wärme langsam abgegeben und im Speicherofen in der schweren keramischen Nachheizfläche gespeichert. Durch diese Prozedur werden extreme Leistungsspitzen und zu hohe Raumtemperaturschwankungen vermieden.

Je höher die Speichermasse des Kachelofen desto länger ist die Aufheizzeit. Dadurch erfolgt die Wärmeabgabe über mehr Stunden.

Brennholzlagerung
Handwerklich erstellte Massespeicher

Die ursprünglichste Form stellt der handwerklich erstellte Massespeicher dar. Durch maßgeschneiderten Zuschnitt werden aus  Schamotteplatten rechtwinklige Heizgaskanäle gefertigt, welche das keramische Zugsystem bilden. Die Wärme wird dadurch den Heizgasen entzogen, gespeichert und schließlich über die Oberfläche des Kachelofens wieder abgegeben.

Brennholzlagerung
Modulare vorgefertigte Speichersysteme

Seit einigen Jahren werden keramische Modul-Speicher-Systeme immer öfter eingesetzt. Die Vorteile der vorgefertigten Speicherelemente sind offensichtlich: Ihre glattwandige Ausführung und der gleichbleibend runde Querschnitt hat geringste Strömungswiderstände, passgenaue Formstücke ermöglichen eine schnelle Bauweise. Die eindeutige höhere Rohdichte als normale Schamottezüge vereinigt eine einzigartige Wärmeaufnahme und - Leitfähigkeit auf geringster Grundfläche.

  • lange Speicherzeiten
  • angenehme Strahlungswärme

3. Kesselkachelofen

Brennholzlagerung
Wenn der Heizeinsatz mit einem Kessel kombiniert wird, bietet sich eine ganz andere Form der Wärmespeicherung an.

Entweder als Kesselmantel oder als aufgesetzter Wasserwärmetauscher oder beides integriert im selben Kesselkörper. Ein Großteil der nutzbaren Wärmemengen wird bei allen Kessel-Varianten dem Pufferspeicher in Form von Heizwasser zugeführt.

Das Heizungssystem kann auf diese zwischengespeicherten Erträge wiederum zurück greifen.

  • erzeugt Kachelofenwärme
  • erzeugt Heizwasser
Kaminvarianten » nach oben

1. Warmluftkamin mit mit aufgesetzter Stahlblechhaube.

Brennholzlagerung
Aus dem Feuerraum werden die noch heißen Heizgase an der vergrößerten Oberfläche der Stahlhaube abgekühlt und als Warmluft abgegeben. Optimal ist diese Lösung, wenn hohe Warmluftleistung auf kleiner Grundfläche benötigt wird.

2. Speicherkamin

Brennholzlagerung
... mit nebenstehender, keramischer Speichermasse.

Über die kompakte Gusshaube werden die noch heißen Heizgase aus dem Feuerraum als heißer Kernstrom zusammengefasst. Damit erfüllt sich die ideale Voraussetzung, um eine Speichermasse wie bei einem Kachelofen aufzuheizen. Wenn eine größere Kaminanlage als Strahlungsofen wirken soll, wird diese Methode somit erfolgreich angewendet.

Brennholzlagerung
... mit aufgesetzter, keramischer Speichermasse.

Eine auf dem Feuerraum aufgesetzte Speichermasse, wird von den noch heißen Heizgasen aus dem Feuerraum durchströmt. Diese Lösung ist optimal, wenn hoher Wirkungsgrad und eine Strahlungsofenlösung auf kleinster Grundfläche gewünscht wird.


3. Kesselkamin

Brennholzlagerung
... mit aufgesetztem Wasserwärmetauscher.

Ein Kesselkörper, der direkt auf dem Feuerraum aufgesetzt ist, wird von den noch heißen Heizgasen aus dem Feuerraum durchströmt. Diese Lösung ist optimal, wenn neben dem Heizkamineffekt die Zentralheizung unterstützt werden soll.

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